3 Sommer-Beschäftigungsideen – kostenlos für euch

Hol dir drei Sommer-Beschäftigungsideen für schöne gemeinsame Momente mit einem Menschen mit Demenz, sofort per E-Mail zum Ausdrucken. Dazu meine 25 Alltagstipps aus eigener Pflegeerfahrung.

Demenz-Diagnose – was tun?

Im Sommer 2023 saß ich mit meiner Oma Hannelore in einer neurologischen Praxis. Die Ärztin sprach das Wort aus, das wir alle erwartet und nie hören wollten: Demenz. Wir hatten schon vorher gewusst, dass etwas nicht stimmt. Trotzdem war der Moment, in dem es offiziell wurde, anders. Im Auto auf dem Heimweg habe ich nichts gesagt. Was sagt man auch.

Wenn du das hier liest, sitzt du vielleicht gerade in einem ähnlichen Moment. Vielleicht hat ein Elternteil, dein Partner, deine Großmutter, oder dein Vater die Diagnose bekommen. Vielleicht ist es noch frisch, vielleicht schon ein paar Wochen her. In beiden Fällen: Du bist nicht allein, und du musst jetzt nicht alles auf einmal verstehen.

Ich teile in diesem Artikel, was ich aus drei Jahren mit Hannelore gelernt habe – ehrlich, ohne Beschönigung, mit den Sachen, die mir niemand gesagt hat. Es ist kein medizinischer Ratgeber, sondern ein Erfahrungsbericht mit konkreten Hinweisen.

Was eine Demenz-Diagnose tatsächlich bedeutet

Eine Demenz-Diagnose ist seltener so klar, wie viele es sich vorstellen. In Filmen wird ein Etikett ausgesprochen – „Alzheimer im mittleren Stadium“ – und damit ist alles geordnet. In der Realität sieht es oft anders aus. Bei uns wurde keine spezifische Demenzform benannt. Die Neurologin sprach von einer Mischung aus möglicher beginnender Demenz und einer depressiven Verstimmung, ausgelöst durch die Pflege meines Opas und seinen Tod kurz davor.

Das ist kein Sonderfall. Bei vielen Menschen überlagern sich am Anfang verschiedene Dinge: echte Demenz-Symptome, Trauerreaktionen, Erschöpfung, Medikamenten-Nebenwirkungen, eine Depression. Was am Ende „Demenz“ heißt, ist oft eine Mischung – und die genaue Form (Alzheimer, vaskuläre Demenz, gemischte Form, frontotemporale Demenz) lässt sich nicht immer sofort, manchmal nie eindeutig bestimmen.

Was das praktisch heißt:
Du musst kein Etikett bekommen, um anfangen zu können. Auch wenn die Diagnose vage ist – „leichte kognitive Beeinträchtigung“, „beginnende Demenz“, „demenzielles Syndrom“ –, ist sie ernst genug, um die nächsten Schritte zu gehen. Eine perfekte medizinische Klarheit ist nicht die Voraussetzung für gute Pflege und guten Umgang.

Wichtig zu wissen: Eine Demenz-Diagnose bedeutet nicht, dass dein Mensch ab heute „dement“ ist, im umgangssprachlichen Sinn. Sie bedeutet, dass eine Erkrankung im Gehirn beginnt oder fortgeschritten ist, die das Leben verändern wird. Es ist ein langer Prozess, kein Schalter. Mehr darüber, was bei Demenz im Gehirn passiert und welche Phasen es gibt, findest du in meinem Artikel Demenz verstehen.

Wie eine Demenz-Diagnose gestellt wird

Damit du verstehst, was bei euch passiert ist oder noch passieren wird, hier ein kurzer Überblick. Das ist keine Medizin-Vorlesung, sondern das, was wir bei Hannelore durchlaufen haben.

Aufgemalte Uhr aus dem Uhrentest zur Demenz-Diagnostik mit Bleistift und Brille auf dem Tisch

Erstgespräch und Anamnese. Beim Hausarzt oder direkt beim Neurologen wird zuerst gefragt: Was ist auffällig? Wie lange schon? Was sagt die Person selbst, was sagen Angehörige? Bei diesem Gespräch ist es Gold wert, wenn ein Angehöriger dabei ist, weil Menschen mit beginnender Demenz oft selbst nichts Ungewöhnliches an sich bemerken oder es bagatellisieren.

Kurze Gedächtnistests. Standard sind Tests wie der MMST (Mini-Mental-Status-Test), der DemTect oder der Uhrentest. Bei Hannelore wurde eine Mischung aus Vorlesen-und-Wiederholen, dem Uhrentest und einem Gespräch gemacht. Solche Tests dauern etwa 10 bis 30 Minuten und geben einen ersten Hinweis, ob das Gedächtnis und andere kognitive Fähigkeiten in einem altersnormalen Bereich liegen oder darunter.

Den Uhrentest haben wir später auch zu Hause noch einmal gemacht – einfach eine Uhr mit allen Zahlen aufmalen und eine bestimmte Uhrzeit eintragen lassen. Das ist erstaunlich aussagekräftig. Wenn die Zahlen alle auf einer Seite liegen oder die Zeiger fehlen, sagt das viel.

Bildgebende Untersuchung. Meist ein MRT oder CT vom Kopf. Damit wird nach körperlichen Ursachen gesucht – Durchblutungsstörungen, Tumore, Hirnschrumpfung. Bei Hannelore war das MRT unauffällig. Auch das ist möglich: Ein unauffälliges Bild schließt Demenz nicht aus, weil viele Veränderungen mikroskopisch sind und auf einem normalen MRT nicht sichtbar werden.

Liquoruntersuchung (optional). Eine Probeentnahme aus dem Rückenmarkskanal kann bestimmte Marker für Alzheimer nachweisen. Diese Untersuchung ist invasiv und unangenehm. Wir haben sie abgelehnt – mit der Begründung: Das Ergebnis hätte am Umgang nichts geändert. Pflege und Begleitung sehen bei den meisten Demenzformen ähnlich aus, und ein klares Etikett bringt für den Alltag oft wenig.

Gespräch über Ergebnisse und nächste Schritte. Hier wird die Diagnose zusammengefasst. Manchmal werden Medikamente verschrieben (sogenannte Antidementiva), manchmal Ergotherapie oder Logopädie empfohlen. Bei uns wurde Ergotherapie verschrieben – die meine Oma allerdings nie wahrgenommen hat, weil sie das für sich nicht wollte. Was für mich schwer zu akzeptieren war, kann leider Realität werden.

Wichtig zu wissen: Vom medizinischen System kommt nach der Diagnose oft sehr wenig weitergehende Hilfe. Du bekommst kein Anschreiben, keinen Anruf, keine Pflegeberatung wird automatisch eingeschaltet. Wer Hilfe will, muss sich selbst kümmern. Das ist hart, aber es ist die Wahrheit.




Die ersten Wochen – was wirklich wichtig ist

Wenn jemand mich heute fragt: „Bei meinem Vater wurde Demenz festgestellt – was soll ich in den nächsten Wochen tun?“, ist meine Antwort kurz und konkret. Nicht zehn Punkte, sondern wenige, die wirklich zählen.

Ältere Frau sitzt nachdenklich am Fenster mit einer Tasse und blickt nach draußen

1. Atme erst einmal durch.

Du musst in der ersten Woche keine großen Entscheidungen treffen. Keine Wohnung umbauen, kein Pflegeheim aussuchen, keine Vollmachten beim Notar unterschreiben. Demenz ist keine Notfall-Diagnose im akuten Sinn. Du hast Zeit. Lass dich nicht in Aktionismus drängen, weder von Ärzten noch von wohlmeinenden Verwandten.

2. Such dir eine Pflegeberatung.
Das ist der wichtigste praktische Schritt, und niemand wird dich darauf hinweisen. Pflegeberatung ist kostenlos und steht jedem zu, sobald jemand pflegebedürftig ist oder werden könnte. Die Berater kommen zu euch nach Hause, schauen sich die Situation an, erklären dir das System (Pflegegrade, Pflegekassen, Hilfsmittel, Vollmachten) und unterstützen dich bei Anträgen.

Adressen findest du über die Pflegestützpunkte deines Bundeslandes oder über deine Krankenkasse (compass-pflegeberatung.de für privat Versicherte, oder direkt bei der gesetzlichen Pflegekasse). Für gesetzlich Versicherte gibt es zusätzlich kommunale Pflegestützpunkte. Eine Stunde mit einer guten Pflegeberatung erspart dir Wochen Eigenrecherche.

3. Beantrage einen Pflegegrad – aber überstürze es nicht.
Hier ist mein Tipp, anders als der Standard-Ratgeber. Viele empfehlen, sofort einen Pflegegrad zu beantragen. Ich rate: Sprich erst mit der Pflegeberatung, bevor du einen Antrag stellst. Warum? Weil der Medizinische Dienst für die Begutachtung Punkte vergibt, nach einem festen Schema. Wenn die Person noch zu wenig Einschränkungen hat, wird der Antrag abgelehnt – und das ist demoralisierend, manchmal sogar bürokratisch hinderlich für einen späteren Antrag. Lieber gemeinsam mit der Pflegeberatung einschätzen, ob der Zeitpunkt richtig ist, und dann einen gut vorbereiteten Antrag stellen.

4. Mach eine Demenz-Schulung. Früher als ich.
Ich habe meine Schulung erst über ein Jahr nach der Diagnose gemacht – und im Nachhinein war das zu spät. Eine gute Demenz-Schulung dauert mehrere Wochen, oft ein Tag pro Woche. Du lernst, wie Demenz das Gehirn verändert, wie du kommunizierst, was bei Aggression hilft, wie du Selbstständigkeit erhältst.

Aber das Wichtigste ist nicht der Lernstoff. Das Wichtigste sind die anderen Angehörigen, die dort sitzen. Aus meiner Schulung ist eine Gruppe entstanden, die sich bis heute austauscht. Diese Menschen verstehen, was du erlebst, ohne dass du es erklären musst.

Schulungen werden angeboten von Pflegekassen, Sozialvereinen, Wohlfahrtsverbänden, der Deutschen Alzheimer Gesellschaft und vielen Kommunen. Frag bei der Pflegeberatung oder direkt bei deiner Krankenkasse.

5. Lerne, dass die Krankheit spricht – nicht der Mensch.
Das ist der wichtigste Tipp für den Umgang. Wenn dein Angehöriger plötzlich aggressiv wird, dich falsch beschuldigt, sich daneben benimmt, etwas Hässliches sagt – das ist nicht der Mensch. Das ist die Krankheit. Aber er sieht aus wie immer, sie hat dieselbe Stimme, dasselbe Gesicht. Deswegen vergisst man so schnell.

Bei Hannelore hat mir dieser Satz oft geholfen, einen Schritt zurückzutreten: „Das ist die Demenz, das ist nicht meine Oma.“ Es macht das Verhalten nicht weniger anstrengend, aber es befreit einen emotional etwas mehr vom Schmerz und der Trauer.

Mehr darüber, wie du gut mit jemandem mit Demenz sprichst, findest du in meinem Artikel Kommunikation bei Demenz.

Angehörige notiert Termine und Medikamente, im Hintergrund eine ältere Frau nach der Demenz-Diagnose

Ich habe die wichtigsten Schritte für die ersten Wochen in einer Checkliste zum Ausdrucken zusammengefasst – damit du nicht alles auf einmal im Kopf behalten musst. Drei zeitlich gestaffelte Abschnitte, die fünf wichtigsten Dinge zum Mitnehmen und ein „Was du NICHT tun musst“-Teil. Kostenlos, ohne Anmeldung.

Was du am Anfang noch nicht wissen musst

Eine Sache, die ich rückblickend sagen kann: Es war gut, dass ich am Anfang nicht wusste, was alles auf uns zukommt. Wenn ich es vorher gewusst hätte, hätte ich vermutlich vor Angst nichts mehr gemacht. So habe ich Schritt für Schritt gelernt, was nötig war, in dem Tempo, in dem es nötig war.

Eine Demenz verläuft nicht linear. Bei manchen Menschen geht es langsam, über Jahre, mit kleinen Veränderungen. Bei Hannelore kam vieles in Schüben. Stillstand gab es nie wirklich. Mal waren die Wellen klein, mal groß. Manchmal ging es sogar bergauf, weil Medikamente besser eingestellt waren oder es ein guter Tag war. Manchmal verlor sie über Nacht eine Fähigkeit, die wir uns gerade erarbeitet hatten.

Demenz ist eine Wundertüte – nur leider selten angenehm.

Was du daraus mitnimmst: Plane für heute. Plane vorsichtig für die nächsten Monate. Plane gar nicht für die Jahre, die kommen. Du wirst dich anpassen, wenn der Moment kommt. Bis dahin lebt euer Mensch ein Leben, das in dieser Form nicht wiederkommt – und das ist auch wertvoll.

Wenn der Erkrankte selbst mitliest oder mithört

Etwas, das in den meisten Ratgebern vergessen wird: In der frühen Phase ist die Person mit Diagnose oft noch sehr orientiert. Sie liest mit. Sie hört zu, wenn andere über sie sprechen. Sie hat ein Recht zu wissen, was los ist – und sie hat ein Recht auf Würde.

Bei meiner Oma war es so: Sie hat das Wort „Demenz“ nie als Krankheit verstanden. Für sie hieß Demenz „bekloppt sein“, „dämlich werden“. Eine Beleidigung, kein medizinischer Begriff. Selbst heute würde sie wahrscheinlich leugnen, dass sie dement ist. Nicht aus Trotz, sondern weil ihr Bild von dem Wort nichts mit dem zu tun hat, was sie an sich selbst wahrnimmt.

Enkelin und ältere Frau im vertrauten Gespräch bei einer Tasse Tee nach der Demenz-Diagnose

Was hilft, wenn der Mensch mit Diagnose selbst dabei ist:

Sprich mit ihm, nicht über ihn. Auch wenn er manchmal nicht alles versteht. Die Würde, im Gespräch dabei zu sein, ist wichtiger als die Klarheit der Worte.

Vermeide das Wort „Demenz“ als Etikett, wenn es Unbehagen auslöst. Sprich von „Vergesslichkeit“, von „dass das Erinnern schwerer wird“, von „dass das Gehirn sich verändert“. Manche Erkrankte können das besser annehmen als das medizinische Wort.

Stell keine Tests aus dem Stand. Frag nicht ständig „Erinnerst du dich an …?“ oder „Welcher Tag ist heute?“. Das fühlt sich für die Person wie eine Prüfung an, die sie immer wieder verliert. Bei Hannelore haben solche Fragen sofort Abwehr ausgelöst.

Unterstütze die Selbstständigkeit, solange sie da ist. Gedächtnisaktivierung, kleine Aufgaben, Spaziergänge, Routinen. Bei meiner Oma hat regelmäßiges Aktivieren spürbar geholfen, solange wir es konsequent gemacht haben. Das ist im Übrigen auch der Grund, warum unser Beschäftigungsheft entstanden ist – wir haben so etwas selbst gesucht und nichts Würdiges gefunden.

Was auf dich selbst zukommt – ehrlich

Hier wird der Artikel kurz unbequem. Aber ich glaube, es ist wichtig.

Der Abschied von einem noch lebenden Menschen ist hart. Du wirst deinen Vater, deine Mutter, deinen Partner Stück für Stück verlieren, während er oder sie noch da ist. Das ist eine Form von Trauer, die sich anders anfühlt als der Tod. Sie ist langsamer, sie zieht sich, und sie hat keinen klaren Endpunkt. Lass diese Trauer zu, auch wenn andere dir sagen, dass „die Person ja noch lebt“.

Die Belastung wird groß werden. Auch wenn der Anfang vielleicht überschaubar ist. Pflege bedeutet nicht nur Arbeit, sondern auch ständige Wachsamkeit, schlechtes Schlafen, dauerhaftes Gedankenkreisen. Plane dafür ein – nicht „falls“, sondern „wenn“.

Sprich ehrlich über Geld und Zeit. Pflege ist auch eine finanzielle Frage. Wenn du als Angehörige nicht jahrelang aussetzen oder ausbrennen willst, brauchst du Unterstützung. Pflegegrad-Leistungen, Verhinderungspflege, eventuell eine 24-Stunden-Betreuung, eventuell ein Tagespflege-Platz. Bei uns hat eine 24-Stunden-Betreuung das Leben überhaupt erst weiter funktionieren lassen. Mit normalem Job, alleinerziehend, plus Pflege ohne Hilfe – das hätte ich nicht durchgehalten, ohne nach einem Jahr im Burnout zu landen. Ich gebe das zu, ohne mich zu schämen, weil es die Realität war.

Falls die finanzielle Situation in deiner Familie schwieriger ist: Sprich mit der Pflegeberatung. Es gibt Sozialhilfe-Leistungen für Pflege („Hilfe zur Pflege“), Entlastungsbeträge, Kombinationen aus Pflegegeld und Pflegedienst. Oft mehr als man denkt. Aber niemand wird dich von selbst informieren – du musst fragen.

Achte auf dich selbst. Selbstfürsorge ist kein Luxus, sondern Voraussetzung dafür, dass du langfristig durchhältst. Ich habe darüber einen eigenen Artikel geschrieben: Selbstfürsorge für pflegende Angehörige bei Demenz.

Anlaufstellen, die wirklich helfen

Eine Liste von Stellen, die dir konkret weiterhelfen. Du musst nicht alle nutzen – aber es ist gut zu wissen, dass es sie gibt.

Enkelin und ältere Frau im vertrauten Gespräch bei einer Tasse Tee nach der Demenz-Diagnose

Pflegeberatung der Krankenkasse.
Kostenlos, gesetzlich verankert (§ 7a SGB XI). Jede gesetzliche Pflegekasse muss eine Beratung anbieten. Frag direkt bei deiner Kasse nach.

Pflegestützpunkte.
Kommunale Beratungsstellen, oft trägerübergreifend. Sie kennen die regionalen Angebote, was bei einer überregionalen Beratung manchmal fehlt. Den nächsten findest du über pflegeberatung.zqp.de (Postleitzahl eingeben) oder bei deiner Stadt.

compass private pflegeberatung.
Für privat Versicherte: kostenlose Pflegeberatung, telefonisch oder vor Ort. 0800 101 88 00 (Mo–Fr 8–19 Uhr, Sa 10–16 Uhr). Die telefonische Beratung steht auch gesetzlich Versicherten offen.

Deutsche Alzheimer Gesellschaft.
Bundesweites Alzheimer-Telefon: 030 259 37 95 14 (Mo–Do 9–18 Uhr, Fr 9–15 Uhr), kostenfrei und auf Wunsch anonym. Beratung, Informationsmaterialien, Vermittlung zu regionalen Angehörigengruppen.

Selbsthilfe- und Gesprächsgruppen vor Ort.
Über die Alzheimer Gesellschaft oder Pflegestützpunkte zu finden. Der Austausch mit anderen Angehörigen ist oft das, was am meisten trägt.

Demenz-Schulungen.
Über Krankenkassen, Wohlfahrtsverbände (Caritas, Diakonie, AWO, DRK, Paritätischer), Sozialvereine, Volkshochschulen. Frag bei der Pflegeberatung nach Angeboten in deiner Nähe.

Online-Communities.
Es gibt Facebook-Gruppen, Foren und WhatsApp-Gruppen für pflegende Angehörige. Wenn du in einer ländlichen Region wohnst, in der wenig vor Ort stattfindet, sind diese Online-Räume oft die einzige Möglichkeit zum Austausch.

Soziale Medien.
Auf Instagram und TikTok gibt es Demenz-Expertinnen und -Experten, die kostenfrei Wissen teilen – Pflegekräfte, Angehörige, Therapeuten. Eine sanfte Möglichkeit, sich nebenbei einzulesen.

Was ich dir nicht verschweigen will: All diese Hilfen musst du selbst suchen. Niemand wird dich nach der Diagnose anrufen und fragen, ob du Unterstützung brauchst. Es gibt mehr Hilfe als man denkt – aber sie kommt nicht zu dir, du musst zu ihr.

Häufige Fragen, wenn ein Angehöriger Demenz bekommt

Dieser Artikel ist ein persönlicher Erfahrungsbericht aus drei Jahren Pflege und gibt allgemeine Informationen weiter. Er ersetzt keine individuelle medizinische, rechtliche oder pflegerische Beratung. Bei konkreten Fragen zu Diagnose, Medikamenten, Pflegegrad, Vollmachten oder finanziellen Leistungen wende dich an deine Ärztin oder deinen Arzt, an eine Pflegeberatung, eine Beratungsstelle oder einen Anwalt. Telefonnummern, Leistungen und gesetzliche Regelungen können sich ändern; die Angaben wurden nach bestem Wissen geprüft (Stand: Juni 2026).

Anna Neetzel, Gründerin von HannaCare

Über die Autorin

Hinter HannaCare steht Anna Neetzel. Aus der Begleitung ihrer Oma Hannelore in deren Demenz ist die Idee zu einem Beschäftigungsheft entstanden – und zu Ratgeber-Texten, die Pflegealltag ehrlich und ohne Beschönigung beschreiben.

Anne sitzt am Tisch und zeit das Beschäftigungsheft

3 Beschäftigungsideen – kostenlos für schöne gemeinsame Momente

Ich heiße Anna und habe meine Oma drei Jahre lang in ihrer Demenz begleitet.
Aus dieser Zeit habe ich dir drei Beschäftigungsideen zusammengestellt, die ihr sofort gemeinsam ausprobieren könnt.

Du bekommst sie direkt per E-Mail zum Ausdrucken.

Danach teile ich in fünf Mails meine 25 Alltagstipps, die ich als Angehörige gerne früher gewusst hätte.
Zum Schluss bekommst du sie noch als kostenlose Checkliste zum Ausdrucken.

Entdecke unser Beschäftigungsheft

Aufgeschlagenes Beschäftigungsheft mit Ausmalbild zum Thema entspannter Morgen für Menschen mit Demenz

Rätsel, Übungen und Ausmalbilder für schöne
gemeinsame Momente trotz Demenz.

Weitere Ratgeber-Artikel

Kommunikation bei Demenz

Kommunikation bei Demenz ist eines der Themen, bei dem sich pflegende Angehörige hilflos fühlen. Gespräche enden im Streit. Erklärungen bringen…
Weiterlesen
Ältere Frau und jüngere Frau sitzen zusammen am Küchentisch und reden miteinander

Warenkorb
Nach oben scrollen