Wäsche zusammenlegen bei Demenz
Ein Handtuch glattstreichen, die Ecken zusammenführen und es auf einen kleinen Stapel legen: Vielleicht sind diese Bewegungen deinem Angehörigen vertraut. Mit ein paar weichen Handtüchern könnt ihr gemeinsam etwas tun und dabei ganz beiläufig Zeit miteinander verbringen.
Dauer:
Etwa 5 bis 10 Minuten · Vorbereitung: etwa 2 Minuten
Das braucht ihr:

So könnt ihr anfangen
- Legt nur wenig bereit. Sucht euch einen ruhigen Platz und legt zunächst ein Handtuch vor euch. Ein voller Wäschekorb kann warten. So ist gleich erkennbar, womit ihr anfangen könnt.
- Lade zum Mitmachen ein. Du kannst sagen: „Ich lege gerade die Handtücher zusammen. Magst du mitmachen?“ Beginne selbst und schau, ob dein Gegenüber einsteigen möchte. Auch erst einmal zuzusehen ist in Ordnung.
- Zeige einen Handgriff nach dem anderen. Streiche dein Handtuch langsam glatt und falte es einmal. Lass danach Zeit. Wenn dein Angehöriger anders faltet, kann das Ergebnis so bleiben. Ihr müsst euch nicht auf eine bestimmte Faltweise einigen.
- Findet einen kleinen Abschluss. Legt die Tücher nebeneinander oder in den Korb. Nach zwei Handtüchern könnt ihr aufhören. Wenn ihr beide noch Freude daran habt, nehmt ein weiteres dazu.
Wenn heute weniger geht
Vielleicht möchte dein Angehöriger nur ein Tuch halten, über den Stoff streichen oder dir ein Handtuch reichen. Du kannst das Falten übernehmen und ihn auf diese Weise beteiligen. Bei Unlust oder Unruhe legt ihr die Wäsche zur Seite. Es gibt nichts abzuarbeiten.
Ein Gespräch kann nebenbei entstehen
Du könntest etwas zum Stoff sagen: „Das fühlt sich schön weich an.“ Oder du erzählst, wie du selbst am liebsten Wäsche trocknest. Lass Fragen nach früheren Abläufen oder richtigen Faltweisen weg, wenn sie Druck machen. Ein stiller Moment nebeneinander passt genauso.
Weitere Gedanken dazu, wie gemeinsame Beschäftigung im Alltag gelingen kann, findest du im HannaCare-Ratgeber.
Weiterlesen: Mehr über Beschäftigung bei Demenz lesen
25 Alltagstipps für Angehörige von Menschen mit Demenz
Kostenlos per E-Mail – mit Checkliste zum Ausdrucken
Manches hätte ich als pflegende Angehörige gerne früher gewusst. Deshalb teile ich mit dir 25 praktische Tipps aus meiner Erfahrung mit meiner Oma Hannelore.



