Über uns

Aus Liebe zu Hannelore. Aus Verständnis für euch.

Wie alles begann

Meine Oma Hannelore war immer eine Macherin. Fleißig, lustig, immer in Bewegung. Sie hat gestrickt, gekocht, sich um alles gekümmert und meinem Opa den Rücken freigehalten. Ich hatte mir zu Beginn des Jahres 2023 eine kurze Auszeit genommen, um meine Großeltern zu unterstützen. Im Mai landete erst meine Oma im Krankenhaus und plötzlich wurde mein Opa unerwartet schwer krank und kam ins Hospiz. Dann starb mein Opa im Juli – ausgerechnet an meinem Geburtstag –, ich habe ihn im Hospiz bis zum Schluss begleitet. Aus der eigentlich kurzen Auszeit wurde eine neue Rolle: pflegende Angehörige. Nach dem Tod meines Opas war meine Oma nicht mehr dieselbe.

Annas Großeltern sitzen nebeneinander und schauen in die Kamera.
Annas Großmutter sitzt in einem Sessel und schaut in den Garten.

Der Moment mit dem Zupfkuchen

Bei meiner Oma hatte ich schon vor der Diagnose beim Neurologen kleine Veränderungen bemerkt. Es fiel ihr schwer, einen Einkaufszettel zu formulieren, da die Wörter fehlten. Rezepte, die sie ihr Leben lang gekocht hatte – wie von der Festplatte gelöscht. Dann kam der Nachmittag mit dem russischen Zupfkuchen. Ich hatte ihn unzählige Male für meine Großeltern gebacken – unser Klassiker, unverkennbar in seiner Optik. Doch an diesem Tag schaute meine Oma den Kuchen an und sagte: „So was habe ich ja noch nie gesehen.“ Etwas so Vertrautes war plötzlich fremd? Da dämmerte es mir bereits. Nach dem Tod meines Opas wurde es schnell schlimmer – und dann kam auch die Diagnose: Meine Oma leidet an Demenz.

„Ich bin doch nicht bekloppt!“

Ich wollte die Zeit mit ihr sinnvoll füllen und vor allem helfen. Aber egal was ich anbot – Ergotherapie lehnte sie mehrfach ab. Rätselhefte hielt sie für kindisch. Ihr Satz „Ich bin doch nicht bekloppt.“ hallt bis heute nach. Sie hatte recht. Sie war krank, aber sie war eine erwachsene Frau. Ich habe trotzdem weiter Rätselhefte ausprobiert und eines Tages hat sie auch mitgemacht. Sie haben etwas bewirkt, das habe ich gemerkt. Aber sie passten nie richtig. Zu kindisch, zu abstrakt, zu beliebig. Besser als nichts – aber nicht gut genug.

Annas Großmutter sitzt am Tisch und malt ein Bild aus.
Anna und ihre Großmutter stehen gemeinsam in der Küche.

Aus Frust wurde eine Idee

Anfang 2025 dachte ich: Dann mache ich es eben selbst. Ich wollte etwas entwickeln, das ich mir für meine Oma und mich gewünscht hätte. Erwachsen. Wertschätzend. Verbindend.
Und ich wollte, dass diese Zeit mit der Demenz nicht umsonst war. Drei Jahre Pflege, Trauer, Überforderung – das sollte zu etwas führen. Meine Erfahrungen sollten nicht einfach verschwinden, sondern anderen helfen. Anderen Angehörigen, die gerade da stehen, wo ich stand. Pflegekräften, die jeden Tag ihr Bestes geben. Und den Erkrankten selbst.

HannaCare ist das Ergebnis. Es ist für Hannelore. Und es ist für dich.

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